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! Der Kleine Münsterländer wird mehr und mehr, auch aufgrund seiner hübschen äusseren Erscheinung und der angenehmen Grösse, zum Familienhund. Dennoch sollte man nie vergessen, wofür diese Hunde ursprünglich gedacht waren! Selbst wenn man einen Hund aus einer Zucht ohne jagdlich geführte Elterntiere erwirbt, ist der Jagdtrieb nicht automatisch verschwunden! Mit dieser Tatsache im Hinterkopf ist es zwingend notwendig, von Anfang an, an der Kontrolle des Jagdtriebs zu arbeiten. Hierzu gehört auch, dass dem Hund genügend Beschäftigungsalternativen geboten werden. Ansonsten droht ihm ein Schicksal wie eigentlich jedem unterbeschäftigten Arbeitshund: er entwickelt Unarten, wird launisch und im schlimmsten Fall sucht sich der Kleine Münsterländer seine Befriedigung selbst: durch unkontrolliertes Streunen und Hetzen von Wild!
Der Kauf eines Hundes ist eine Entscheidung für ein ganzes Leben!
FCI-Nr.: 102
Herkunft: Deutschland, 19. Jh.
Geschichte:
Untrennbar mit der Geschichte des KLM ist der Name Edmund Löns verknüpft, dem Bruder des berühmten Heidedichters. Gegen Ende des 19.Jahrhunderts begann er sich während seiner jagdlichen Streifzüge für die Hunde zu interessieren, die damals hauptsächlich von Lehrern und Pastoren gehalten wurden und deshalb auch "Magisterhündchen" oder "Spion" genannt wurden. Er rief schließlich zum Erhalt dieser selten gewordenen Jagdhunderasse auf und nannte sie einheitlich "Heidewachtel", um auf die jagdliche Führung in den niedersächsichen Heiderevieren hinzuweisen.
Im Jahre 1912 wurde schließlich der "Verein für Kleine Münsterländer Vorstehhunde (Heidewachtelhunde)" gegründet. Später wurde immer mehr auf den Zusatz "Heidewachtel" verzichtet, da man Verwechselungen mit dem "Deutschen Wachtelhund" vermeiden wollte.
Größe:
Der Kleine Münsterländer gehört zu den mittelgroßen, langhaarigen Jagdhunden und ist der kleinste unter den deutschen Vorstehhunden. Das Standardmaß bei Hündinnen liegt zwischen 50 bis 54 cm und bei Rüden zwischen 52 und 56 cm.
Fell:
Das Haar ist glatt, dicht und mittellang. Es ist leicht gewellt und liegt fest am Körper an.
Die Farbe des Fells ist weiß-braun oder geschimmelt mit unsymmetrischen Farbtupfern oder großen Flecken in diversen Brauntönen. Lohfarbene Abzeichen an Fang und Augen sind erlaubt (sog. Jungklaus`sche Abzeichen).
Kopf:
Der Kopf ist trocken, leicht gewölbt und am Oberkopf nicht zu breit mit nur geringem Stop. Der Ausdruck soll geschlechtsbetont sein. In der Regel sind Oberkopf und Fang fast gleichlang, die Lefzen sind kurz und gut schließend. Der Nasenschwamm ist braun; weiße Flecken oder Depigmentierungen sind unerwünscht.
Die bevorzugte Augenfarbe ist dunkelbraun, die Lider sollen gut am Augapfel anliegen, die Bindehaut ist nicht sichtbar.
Der Behang ist breit, hoch angesetzt und gut am Kopf anliegend - er soll spitz zulaufen und nicht allzuweit über den Lefzenrand hinausragen.Zieht man ihn nach vorne sollen die Fransen nicht über die Nasenspitze reichen.
Gliedmaßen:
Die Vorderläufe sind vom Ellenbogen an abwärts gerade und befedert.
Die Hinterläufe sind gut gewinkelt und behost.
Die Pfoten sind rund, mit dicht geschlossenen Zehen und sollten idealerweise nicht zu stark behaart sein.
Rumpf:
Der KLM ist insgesamt mehr rechteckig gebaut. Die Brust ist zwar tief und geräumig, jedoch nicht tonnenförmig und reicht bis an die Ellenbogen des Hundes. Der mittellange Rücken ist fest und gerade mit breiter Nierenpartie. Die Kruppe beginnt in gleicher Höhe mit dem Rücken und senkt sich zur Rute hin ab.
Die Rute ist mittellang mit langer Fahne und darf im letzten Drittel leicht nach oben gebogen sein - in Erregung wird sie teils waagerecht getragen.
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